Aus unserem Leben bist du gegangen -
aus unseren Herzen nicht.


Ich war ein kleines Meerschwein nur, doch fühlt' ich Eure Liebe,
und gebe Euch den ein'zgen Schwur, dass gern ich bei Euch bliebe.


Über Blümchen:

Ich habe sie Ostern 1995 als kleinen 'Wurm' bekommen. Ich war 5 Jahre und sie gerade ein paar Wochen alt.
Sie war von Anfang an etwas besonderes. Hatte keine Scheu vor der Hand. Rannte kreuz und quer durch's Zimmer und war immer sehr aufgeweckt.
Grünzeug konnte man ihr reintun was man wollte: sie aß nur GURKEN, ab und zu mal nagte sie verhalten an einem Apfel - aber auch der blieb fast ganz liegen. Alles andere blieb liegen.
Sie war auch von Anfang an fixiert auf Menschen. Wenn wir Abends beim Fernsehen saßen, kam sie 'angequiekt' und wollte mit hoch auf's Sofa. Dort spielte sie dann mit uns Rennen. Wenn man den Finger vor ihr herzog rannte sie der Hand hinterher bis sie sie hatte. Dann wieder umgekehrt - Hand hinter Blümchen und es vorneweg. Hin- und herennen, dabei Springen und quieken, das konnte sie immer wieder genießen.
Wenn man sie hochnehmen wollte, dachte sie immer wieder gleich es wird gespielt. Dann quiekte sie fröhlich. Aber man konnte mit ihr auch einfach nur so daliegen, sie auf die Brust setzen und dort blieb sie dann sitzen und regte sich nicht und schaute nur zur.
Tagsüber, wenn ich in der Schule war, saß sie meistens in ihrem Häuschen und schlief. Sobald sie dann aber die Türe hörte, fing sie an zu quieken und im Käfig hin und her zu laufen, stand fast senkrecht an den Gittern und wollte raus. Sie durfte auch immer raus wenn sie wollte. Ich nahm sie dann heraus und streichelte sie, bis sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatte.
Wenn sie mal keine Lust hatte, dann blieb es im Käfig ruhig und sie saß nur still in ihrem Häuschen. Aber auch das konnte sich bei ihr schnell wieder ändern. Sie war einfach nur aufgeweckt und sehr clever für ein Meerschweinchen.
Nachts wurde sie dann erst richtig munter - begann am Häuschen zu nagen, (eines hat sie in all den Jahren 'aufgebraucht', das zweite fast), raschelte mit dem Heu - man konnte fast nicht schlafen.
Vor 3 Jahren entdeckten wir dann einen kleinen Knoten an ihrem Hinterteil. Der Tierarzt sagte mir, es handle sich um einen Tumor, welcher aber auf Grund ihres Alters nicht mehr operiert werden kann und wir sollten auf alles gefasst sein und ihn beobachten. Dieser entwickelte sich dann aber zum Glück nicht weiter, so dass wir noch viele glückliche Jahre miteinander verbringen konnten.
Im August 2003 ist uns dann ein kleines Kätzchen zugelaufen. Wir haben es aufgepäppelt und die beiden spielten sehr oft miteinander. Trotz ihres Alters spielte sie mit dem Kleinen Fangen und sie rannten kreuz und quer durch die Wohnung hintereinander her. Schön war es immer, wenn sie beide dann müde waren, kam das Kätzchen zu mir auf's Sofa, Blümchen holte ich hoch und sie schliefen neben mir eng aneinander gekuschelt ein.
Anfang Mai 2004 schenkte uns diese Kätzchen dann 3 Junge und Blümchen war ganz aus dem Häuschen. Sie saß oft bei den drei Kleinen und deren Mama in der Kiste. Auch nachdem sie dann die Augen aufhatten, waren diese fünf ein Herz und eine Seele und oft tapsten die drei Kleinen Blümchen hinterher.
Erst Ende Mai 2004 fiel mir auf, dass sie dicker wurde. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, sie hatte einen innerlichen Tumor. Auch diesen beobachteten wir ständig - und er wurde immer größer. Jedoch hatte sie keine Schmerzen und lief auch noch herum. Erst in der dritten Juniwoche stellte ich eines morgens fest, dass sie bei Berührungen quiekte - nicht vor Freude, denn dies kannte ich ja. Sie hatte Schmerzen. Sie lief auch nicht mehr herum, kam nicht mehr aus ihrem Häuschen und freute sich nicht mehr quiekend wenn ich kam. Ich ging wieder zum Arzt mit ihr und dieser sagte mir dann, dass es keine Chance mehr gäbe - sie müsse nun erlöst erden, bevor sie sich quält. Dies wollte ich meiner langjährigen Freundin dann nicht zumuten.
Ich streichelte sie nochmal, redete ruhig mir ihr und verabschiedete mich und hielt sie bis zuletzt in meinen Händen, als sie ihre Spritze bekam. Sie quiekte nochmal als die Nadel durch ihr Fell stach, schaute mich mit ihren großen Kulleraugen dankend an bis sie einschlief.
Ich war die letzte die sie gesehen hat.
Es war der schlimmste Tag in meinem Leben. In diesem Augenblick ist ein auch ein Teil von mir gegangen und ein Teil von Ihr ist bei mir geblieben. So ist sie dort nicht ganz alleine.
Ich fuhr mit meiner Mutter nach Hause und mein Vater begrub sie in unserem Garten unter den Bäumen.
Sie durfte mich über 9 Jahre meines Lebens begleiten, dafür danke ich. Du behältst für ewig einen Platz in meinem Herzen bis wir uns an der Regenbogenbrücke wieder sehen werden - mach's gut meine kleine Freundin.
Ich werde kein Meerschweinchen mehr nehmen - der Schmerz ist unerträglich und ich möchte so etwas nicht noch einmal erleben.
Zum Glück ist mein Kätzchen und der kleine rote Kater noch da, den haben wir behalten, die mir ein wenig über meinen Schmerz hinweghelfen. Ich hoffe mit den Beiden ebenso viele glückliche Jahre wie mit meinem Blümchen zu verbringen.

Was Blümchen zu etwas ganz besonderem machte und warum ich sie so mochte!

Ich konnte mit ihr über alles reden und hatte irgendwie das Gefühl, dass sie mir zuhörte.
Auch wenn es ihr mal schlecht ging, blieb ich immer bei ihr und unterstützte sie.
So wurde sie auch nach einer ''Grippe'' durch meine Hilfe wieder gesund.
Manchmal saß sie auch lange in ihrem Häuschen und rührte sich einfach nicht. Dann holte ich sie einfach raus und spielte mit ihr, darauf war sie wieder Happy und lief dann wie gewohnt fröhlich in meinem Zimmer oder auf dem Sofa herum.

Wenn Blümchen auf dem Sofa war, hüpfte sie immer als hätte sie 'Sprungfedern' unter den Pfoten. Oder aber sie schlief unter dem Kissen wie ein Stein.

Mit ihren über 9 Jahren hatte sie wirklich ein biblisches Alter erreicht, an das so schnell keins herankommt.

Wenn ich von der Schule nach Hause kam und sie den Schlüssel im Schloss klacken hörte, quiekte sie freudig und ich nahm sie in meine Hände und streichelte sie, bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Dann war da noch: Blümchen und Gurken...
Sie aß fast nichts anderes als Gurken. Salat, Möhren oder sonstiges Grünzeug verabscheute sie. Ab und zu mal einen halben Apfel - aber auch den nur sehr, sehr verhalten. Wenn sie ihre Gurke bekam war sie das glücklichste Meerschweinchen von allen. Da hüpfte und quiekte sie und fiel über das Stück regelrecht her.
Tagsüber war sie eher ruhig, so wie alle. Aber abends ging's los: Genage am Häuschen, 'Nestbau' im Streu und mit der Trinkflasche klappern. Manchmal war das so laut, dass ich fast nicht einschlafen konnte...
So ein irres Ding - nicht wahr.
Trotz allem habe ich sie sehr lieb gehabt und ich schwöre euch, so ein Meerschweinchen wie Blümchen gibt es nie mehr auf der Welt.
Lustig, aufgeschlossen, verfressen (aber das sind sie ja alle) und trotz Fell - menschlich.
Sie hatte sehr viel Vertrauen in Menschen und war bei weitem das Älteste von allen, die ich gesehen, gekannt oder von ihnen gelesen habe -
EBEN ETWAS GANZ, GANZ BESONDERES, MEIN BLÜMCHEN!!!




Dieses Gedicht möchte ich meinem Blümchen widmen:

Zu früh war nun dieser Tag gekommen,
an dem ich Abschied von Dir genommen.
Viele Jahre warst Du in meinem Leben,
unendliche Freude hast Du mir gegeben.
Viel hab ich um Dich geweint,
ich vergess' Dich nie, mein kleiner Freund.
Viel Zeit wird bald vergangen sein,
ein Platz in meinem Herz bleibt immer Dein.
Ich weiss, Du kleiner 'Gurkentieger',
die Zeit mit Dir kommt nie mehr wieder.
Erinnerungen an Dich sind alle geblieben,
Leb' wohl mein kleines Blümchen – Ich werd Dich immer lieben!


Dein Kopf lag in meiner Hand,
als Deine Seele Frieden fand.
Ich denk immer an Dich.


Mit diesen Seiten will ich all jenen Tieren gedenken, die sich wie mein Blümchen, auf die Regenbogenbrücke begeben haben.


In stillem Gedenken an eines der wunderbarsten Meerschweinchen der Welt - meinem Blümchen:



Blümchen, Ostern 1995 - 21.06.2004

Hier fühle ich kein Schmerz und Leid,
Nein, mach Dir keine Sorgen.
Im Herzen die Erinnerung bleibt,
für heute und auch für morgen.

(Verfasser unbekannt)

Die letzte Strophe Deines Liedes war verklungen,
als er Deinen Namen rief
In uns jedoch wird`s nie verstummen
es singt ganz leise - seelentief...

(Edith Maria Bürger)


Gehe jeden Gang mit mir,
besonders meinen letzten.
Sage dann nicht ich kann nicht.
Ich liebe Dich bis zu meinem letzten Atemzug,
bis meine Augen sich schließen.
Ich gehe getrost von dieser Welt,
wenn ich Deine Hand
in meiner letzten Stunde spüre und sie mich zärtlich streichelt
und wenn ich Deine leise Stimme höre,
die sanft zu mir spricht:
"Ich liebe dich!"
Nur dann fällt mir der Abschied leichter ...

(Verfasser unbekannt)

Noch seh‘ ich dein Köpfchen
So freundlich und hell
Umspielt von dem Kleide aus samtenen Fell
Ich vermisse dein Lächeln
Dein Schmusen, dein Spiel
Dich machte der Tod zu seinem Ziel
Dein Körper so leblos - und doch wie ein Traum
Die Trauer weicht langsam, ich spüre es kaum
Doch manchmal da hör‘ ich
Dein Quicken im Garten
Als würdest Du dort auf mich warten

(Verfasser unbekannt)



Zum Seitenanfang

Sollte ich auf einer meiner Seiten mit den Bildern oder Texten irgendein Copyright oder die Rechte von jemandem verletzt haben, bitte ich dies zu entschuldigen - es stand nicht in meiner Absicht. Bitte schreibt mir dann damit ich es ändern oder ergänzen kann. Mail an Sarah